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Three-Dee-NT
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Die Qualität der Einzelteile, des Gesamtkonzeptes sowie der Verarbeitung und Dokumentation muss zusammenpassen und stimmen. Nur dann ist ein Hubschrauber dieser Preisklasse gerechtfertigt. Wie Jan's TD-NT diesen hohen Anforderungen gerecht wird, zeigt dieser Baubericht:
Lieferumfang:
Als kleine Neuheit wird das Handbuch auf CD-ROM geliefert. Zum Glück hat Jan die PDF Datei des Handbuchs nicht elektronisch geschützt. Dadurch hat man den großen Vorteil, dass man während des Aufbaus und auch später Anmerkungen und Skizzen selbst direkt in das Handbuch machen kann. Ich kann mir so zu jedem Bauabschnitt Kommentare und Zusätze einfügen und das Handbuch sieht trotzdem immer sauber aus. Da das Handbuch nun schon auf CD-ROM ist, wäre das doch eine einmalige Gelegenheit Detailfotos auf die CD zu kopieren. In Zeiten der Digitalkamera nur ein geringer Aufwand. Vielleicht macht das der Hersteller noch, da es beim Aufbau eine enorme Hilfe wäre.
Ansonsten ist das Handbuch vorbildlich. Bei diesem Hubi erhält man Zeichnungen UND Text. Das ist nicht selbstverständlich, liefern doch einige (auch deutsche) Hersteller ausschließlich Bildbeschreibungen ohne erklärenden Text aus.
Tank:
Dem Tank liegt ein teures Keramik-Tankpendel bei. Dieses ist von bester Qualität. So etwas sucht man bei anderen Hubis vergeblich. Für meinen Geschmack dürften die Längenangaben für die Schläuche etwas größer sein, denn es ist noch reichlich Längenreserve vorhanden, aber ich lasse es so wie es in der Bauanleitung steht.
Chassis:
Vor dem Zusammenbau habe ich einige Zeit nach einem CFK-Teil 2700 gesucht. Dieses hat auf den Zeichnungen die Nummer 0700. Zusammen mit der Explosionszeichnung kommt der Zusammenbau gut voran. Absolut überzeugend ist die Qualität der Aluteile. Die Oberflächen sauber und alle Kanten abgerundet. Am besten lässt sich das anhand des bekannten Unterschiedes zwischen OS (mit ihren perfekten Oberflächen) und Webra Motoren (mit ihren rohen, rauen Oberflächen) erklären. Die Aluteile sind OS durchaus ebenbürtig. Man sieht, hier fräst der Chef persönlich.
Ein Wort zu den CFK Teilen. Diese sind äußerst stabil ausgeführt und haben 2mm Dicke. Die Fräsarbeiten wurden sauber und ohne jeden Grat erledigt. Die Chassisseitenteile machen einen besseren Eindruck als so manches Aluteil anderer Hubschrauber. Das Vibrationsniveau eines 15ccm Motors wird diesen Teilen sicher nichts anhaben können.
Beim Zusammenbau sollte man den Text gut mir den Bildern vergleichen. Auch sollte man den Text der Baustufe zuerst komplett lesen, damit man nicht Dinge aus gutem Glauben montiert, die noch gar nicht an der Reihe sind.
Die Passungen sind bisher alle perfekt. Nacharbeit war nirgends notwendig. Das Zusammenkleben der R/C Grundplatte mit Glasbaloons und Sekundenkleber ist nicht mein Ding. So etwas artet immer in einer ewigen Kleckserei mit zusammengeklebten Fingern aus. Ich habe mir stattdessen eine dicke Paste aus Glasbaloons und Uhu-Plus-Blau gemacht und diese zum Verkleben genommen. Mit ordentlich aufgerauten CFK Teilen klebt das auch sehr gut.
Der Einbau der Kufen in die Klemmstücke klappt gut. Ich finde das eine super Idee. Endlich muss man nicht dauernd neue Kufenbügel kaufen, wenn eine AR nicht geklappt hat. Was ich da den diversen Herstellern schon Geld in den Rachen geschoben habe, ich will gar nicht daran denken; Danke Jan. Allerdings halte ich das Kufen-Landegestell im Vergleich zur Gesamtgröße des Hubis für deutlich unterdimensioniert. Kein Wunder, dass einige Piloten längere Kufenbügel montieren.
Das ganze Chassis hat (bei gleicher Funktionalität) erheblich weniger Kleinteile als vergleichbare Hubis. Dadurch kommt man im Aufbau sehr zügig voran. Auch die vormontierten Lager helfen dabei. Wartungsarbeiten dürften deutlich schneller zu erledigen sein als z.B. bei einem Millennium.
Getriebe:
Der Heckrotorabtrieb läuft etwas rau. Wahrscheinlich muss sich das Delrinzahnrad auf dem Metallzahnrad erst einlaufen um danach optimal spielfrei zu laufen.
Push-Pull Hebel:
Die Hebel selbst sind nicht besonders erwähnenswert, sie sind von guter Qualität, vormontiert und passen. Was aber erwähnenswert ist, ist der Umstand dass sie überhaupt vorhanden sind. Push-Pull Hebel in der Standardausstattung eines Hubschraubers der 1250 € Klasse ! Das ist ein Ding. Wenn ich zusammenrechne was mich der Millennium kostet, wenn ich die ganzen Tuningteile dazurechne welche beim TD-NT bereits im Baukasten liegen, so wird schnell eines klar: Der TD-NT ist ein preiswerter Hubi der Spitzenklasse.
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So sieht der TD-NT bisher aus.
Hier ein Blick auf das Getriebe und die Push-Pull Hebel, und noch ein Bild der Graphitrollen, welche den Heckriemen antistatisch machen: |
Servoeinbau:
Auch hier hat der Hersteller wieder vorausgedacht. Es liegen alle Teile bei, die für den erfolgreichen Einbau benötigt werden. Es bleibt nicht dem Anwender überlassen wie er seine Servos hineinbringt, sondern es wurde bereits bei der Kontruktion berücksichtigt. Das sieht man an solchen Kleinigkeiten, wie Aussparungen zur Kabeldurchführung. So etwas habe ich bisher bei keinem Hubi entdeckt. Die Servos sind sehr knapp an den Push-Pull Hebeln. Trotz des kompakten Aufbaus, ist genügend Platz damit nichts aneinander anstößt.
Die Hebellängen an den Servos sollten gleich zur Hebellänge am Push-Pull sein. Da das 14 mm sind, braucht man bei Graupner Servos die langen zweiseitigen Hebel.
Ein Problem gibt es beim Nickservo. Leider sind Graupnerservos nur ganz schlecht dazu geeignet, die Kugeln innen zu montieren (in Richtung Servo), da dort viel zuwenig Abstand ist. Beim angegebenen Lochabstand von 14,5mm blockieren die Schraubenköpfe der Kugeln am Servogehäuse. Auf Nachfragen bei anderen TD-NT Piloten wurde von Spezialteilen für die Graupnerservos erzählt. Ich habe solche aber nicht gefunden und daher eine eigene Lösung gemacht: Eine Kugel wurde beidseitig leicht abgeschliffen, weiters wurde ein Schraubenkopf abgeschliffen. Damit sparte ich ca. 0,6mm, ausreichend um die Kugel blockierungsfrei zu montieren.
So konnte ich jetzt alle Taumelscheibenservos mit den angegebenen Maßen montieren.
Rotorkopf:
Als echte Geduldsprobe hat sich der Einbau der Stabiwippe in das Zentralstück herausgestellt. Es handelt sich hier um eine Gleitpassung, und zwar in zwei Richtungen. Diese Gleitpassung muss mit 6 Schrauben sowie Tesafilm Beilagen eingestellt werden. Dabei ist es unbedingt empfehlenswert die Kunststoffwinkel zu beschriften damit man systematisch vorgehen kann und nicht den Überblick verliert. Ich habe sehr viel Zeit aufgewendet und schließlich auf beiden Seiten eine doppelte Lage Tesaband untergelegt um eine Leichtgängige und fast spielfreie Passung zu erhalten.
Der Rotorkopf ist bald fertiggestellt und montiert. Auch hier ist es wichtig, zuerst die ganze Beschreibung im Handbuch zu lesen bevor man anfängt. Einige Hinweise kommen erst an späterer Stelle, wenn der Job eigentlich schon erledigt ist. Hat man das nicht gelesen, muss man u.U. ein paar Teile wieder demontieren um die Arbeit nachzuholen.
Heckrotor:
Beim Verstellen des Heckrotors muss sich diese Steuerbrücke durchbiegen, was zu Schwergängigkeit an den Enden des Stellbereiches führt. Hier sollte nachgebessert werden, damit auch dieses Teil im perfekten Stil des TD-NT ist. Inzwischen gibt es hierfür eine sehr gute Lösung, siehe >>HIER<<.
Das Heckrohr lässt sich problemlos im Chassis montieren. Eine Widerstandsprüfung ergibt, dass alle Metallteile elektrisch leitend verbunden sind. Das ist in allen Hubis wichtig, nicht nur beim Einsatz eines Zahnriemens, und wird leider allzu oft vergessen.
Motor:
Zuerst wir der Motor vorbereitet, also das Alu-Lüfterrad montiert. Das Lüfterrad ist aus dem vollen gefräst. Bei dieser Arbeit würde ich gerne mal zusehen. Da müssen ordentlich Aluspäne fliegen. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen. Wie alle anderen Teile hat auch das Lüfterrad eine exzellente Qualität.
Auch hier sieht man wieder, welche Genauigkeit in der Konstruktion und Bedienungsanleitung steckt. Sogar die Montage des Glühkerzenkabels ist detailliert beschrieben, sowie die Längen der Spritschläuche usw. Viele solcher kleinen Details mögen auf den ersten Blick unnötig erscheinen, aber es erleichtert die Arbeit ungemein, wenn man nicht erst selbst lang überlegen muss.
Zur Montage des Gebläseschachtes habe ich die weibliche Intuition meiner Frau in Anspruch genommen die puzzle-erprobt ist und mich so auf den richtigen Weg geführt hat. Für diejenigen, die es auch nicht gleich kapiert haben, hier einige Fotos:
Damit ist der Hubi fast fertig, fehlt nur noch die Haube und natürlich die ganzen Einstellungen.