Eine wesentlich preisgünstigere Methode um Luftbilder zu erhalten ist die Montage
eines Fotoapparates am Hubschrauber. Außerdem sind die Bilder von hochwertiger Qualität
!
| Fotoapparat: |
| Für meine ersten Tests habe ich eine billige
Taiwan-Kamera in einem Elektro-Markt gekauft. Die Kosten der Kamera belaufen sich auf
15 €. Dieser einfache Fotoapparat hat eine feste Blende und Belichtungszeit. Da man aber nur
bei Tageslicht fotografieren will und außerdem keine Nahaufnahmen mit dem Hubi machen
wird ist das ausreichend. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Bauzeit für diese
Anordnung. Ich habe diese Fotoausrüstung in einer halben Stunde gebaut und
flugfertig gehabt. Die Kamera selbst wiegt 90 Gramm. Mit Film knapp über 100 Gramm.
Dazu braucht man noch einen Servo für den Auslöser. Insgesamt kommt man auf ein
Fluggewicht von max. 150 Gramm. Damit kann man diese Anordnung auch leicht mit dem ECO mit
10 Zellen fliegen und in größere Höhen bringen. |
| Montage : |
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Dieses Bild zeigt die Montage am ECO-8. Die Kamera ist auf
der Rückseite mit Schaumstoff gepolstert und mit Kabelbindern fest und rutschsicher am
Hubi befestigt. Ein billiges Standardservo ist mit Epoxykleber direkt auf der Kamera
befestigt. Der Servoarm ist so ausgerichtet, daß er beim Auslösen gerade den Auslöser
hinunterdrückt aber nicht blockiert wird.
Automatischer Filmtransport ist mit dieser billigen Kamera nicht möglich. Daher lande
ich nach jedem Bild und ziehe per Hand auf. |
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Um den korrekten Schwerpunkt zu erhalten, muß der Akku weiter
nach hinten geschoben werden, was problemlos möglich ist. Man sieht hier auch das Servo
mit dem Kabel zum Empfänger. Ich habe es an einem freien Kanal eingesteckt. Im Sender
habe ich einen freien Schalter so programmiert, daß der Servo bei Betätigen des
Schalters in die Endstellung läuft und das Foto auslöst. |
| Flugbetrieb: |
| Die zusätzlichen 150 Gramm belasten den ECO nur
wenig. Er wird etwas träger beim Start und Steigflug. Trotzdem ist ein zügiger Steigflug
möglich. In 20-30 Sekunden kommt man in so große Höhen, das die Steuerung schwierig
wird. Man muß dann sein bestes versuchen um den Hubi gerade und ruhig zu halten, sofern
das in dieser Entfernung überhaupt möglich ist. Dann betätigt man den Schalter und
schießt das Foto. Um den Film weiterzutransportieren muß man schnellstmöglich landen
um nicht zuviel Strom zu verbrauchen. Wegen der großen Höhe nehme ich Pitch und Gas fast
vollkommen heraus und lassen den Hubi schnell sinken. Er wird dadurch schwer steuerbar
aber man kann ungefähr die Position halten. Er fällt natürlich in seinen Abwind
(Downwash) wodruch er immer schneller sinkt. Nach ein paar Sekunden ist er in ca. 20m
Höhe und ich gebe Gas/Pitch und leite einen Forwärtsflug ein um ihn abzufangen und
langsam zu landen.
Problematisch war für mich anfangs das Betätigen des Auslöse-Schalters, da man
dadurch seinen Finger bzw. seine Konzentration vom Hubi wegnimmt und er dadurch unruhiger
wird. Aber nach ein paar Fotos gewöhnt man sich daran. |
| Bildqualität: |
| Bisher wurde ein Film entwickelt. Die Qualität
der Billig-Kamera ist vollkommen ausreichend. Die Bilder sind lichtstark, farblich in
Ordnung und scharf. Zumindest die Bilder vom Boden. Die Schärfe bei den Luftbildern
läßt noch zu wünschen übrig, denn sie sind teilweise sehr verwackelt. Zum Glück sind
auch ein paar schöne Aufnahmen dabei. Um die Bildschärfe zu verbessern muß ich noch
zwei Dinge erledigen: 1. Hubi besser auswuchten. So packt man das Übel direkt an der
Wurzel. Der Hubi muß so gut wie nur irgendwie möglich ausgewuchtet sein. Alle drehenden
Komponenten müssen entfernt werden und dann schrittweise wieder hinzugefügt werden. Nach
jedem Schritt muß neu ausgewuchtet werden. Mir ist allerdings klar, daß diese Aktionen
nur eine teilweise Verbesserung bringen werden. Ein vollkommen vibrationsfreier Aufbau
wird wohl nicht gelingen, gibt es doch viel zu viele Ursachen die sich noch dazu
gegenseitig beeinflußen.
2. Kamera weich montieren: Die Kamera muß so lose und weich montiert werden, daß sich
Vibrationen des Hubi nicht auf das Kameragehäuse übertragen können. Das werde ich mit
einer Aufhängung mit Gummibändern versuchen. Es besteht natürlich die Gefahr, daß sich
dann Schwingungen aufschaukeln. Das würde etwas ähnliches wie einen Stoßdämpfer
notwendig machen. Eine komplexe Sache, die nur durch mehrere Versuche optimiert werden
kann. |
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Dieses Bild zeigt eine Landschaftsaufnahme aus ca. 60m Höhe.
Der Eco war schwierig zu steuern, weil er in dieser Höhe schon recht klein aussieht.
Außerdem geht dort oben wesentlich mehr Wind als am Boden. |
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Dieses Bild wurde aus ca. 5m Höhe beim Nasenschweben
aufgenommen und zeigt den Piloten wie er versucht während das Nasenschwebens den Schalter
für den Auslöser zu finden. |