| Raucherzeugung, für unsere Phyromanen |
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Das Manuskript zu diesem hochinteressanten Artikel erreichte mich von Philipp, der einige erfolgreiche Versuche zu diesem Thema gemacht hat.
Die Raucherzeugung in Verbrennermodellen wird normalerweise durch Einspritzen von Rauchöl in das Resorohr gemacht. E-Heli und E-Modell Piloten haben diese Möglichkeit natürlich nicht. Dafür eignet sich folgende Methode sehr gut:
Die Bauanleitung für eine Rauchdose:
Tapetenkleister enthält Zellulose, genauso wie der Theaterrauch. Deshalb verbrennt er wenn er trocken ist sehr gut. Außerdem ist er billig und lässt sich leicht verarbeiten. Übrigens haben käuflich angebotene Rauchpatronen keinen solchen Schutzdeckel und meist auch keinen Brennkanal. Daher sind diese auch weniger zum Einsatz in Flugmodellen geeignet. Durch die Vibrationen würde das Pulver herausfallen (ist mir schon passiert). Philipp hat hier eine wirklich pfiffige Lösung gefunden !
Die Zündeinrichtung:
Die Glühwendel wird aus einem Akku gespeist. Es hängt von der Drahtstärke ab, wie viel Zellen man benötigt. Philipp arbeitet mit 6 Volt (5 Zellen) und 150mAh, was für zwei Zündungen gut ausreicht.
Auf ein Servo klebt man einen stromfesten Mikroschalter. Hierzu eignet sich zum Beispiel aus dem Conrad Katalog der Schalter Nr:704091. Dann verbindet man alles mit ausreichend starken Drähten (min 1,5qmm): Vom Akku zum Schalter, weiter vom Schalter zum Zünder und vom Zünder wieder zurück zum Akku. Damit der Rauch nicht schon im Bastelkeller losgeht, verwende ich noch einen grünen Multiplexsteckverbinder vor dem Akku und stecke den Akku erst kurz vor dem Flug an.
Hinweise:
Man kann natürlich mit Länge und Durchmesser des Rohrs experimentieren, je nach Anwendung. Dafür gilt die Faustregel: Je größer der Durchmesser, desto größer Querschnitt d. h. mehr Rauch. Je länger das Rohr, desto länger die Brenndauer. Die hängt aber auch vom verwendeten Rauchpulver ab. Z.B. hat Philipp weißes Pulver, eben den Theaterrauch genommen, da war die Patrone ca. 14 cm lang und hat ca. 45 s geraucht. Dann hat er eine rote Patrone ausprobiert, die dann ca. 70 s bei nur 7 cm Länge geraucht hat. Dafür hat er das Pulver der orangen Hailfingerpatrone verwendet, allerdings in einer Eigenbaupatrone. Die Patronen sind so ausgelegt, dass man den Rauch auch noch in großer Höhe sieht, da so ein Kunstflugprogramm ca. in 500 m beginnt. Wenn man eher in Bodennähe fliegt kann man den Durchmesser evtl. verkleinern. Die großen, weißen Patronen wiegen etwa 155g. Philipp will sie noch auf 20 cm vergrößern, um mehr Brenndauer rauszuholen. Ein Bekannter meinte, dass das Pulver in losem Zustand länger brennt, ist nur schwierig zu realisieren. Eine Möglichkeit wäre, das Rauchpulver mit kleinen Styroporkügelchen, wie sie beim Schleifen desselben anfallen, zu vermischen und dann erst zu pressen. Dadurch entstehen kleine Lufteinschlüsse und das Ganze wird etwas aufgelockert. Konnte Philipp bisher leider noch nicht ausprobieren.
Bezugsquellen:
Die Adresse des Herstellers von Theaterrauch lautet:
Fritz Sauer KG
Kunstfeuerwerkfabrik
86368 Gersthofen
Fertige Patronen und Pulver (leider etwas teurer) gibt es natürlich beim Modellbau Hailfinger.
Vielleicht kann auch mal jemand beim Hersteller der Hailfingerpatronen anfragen. Der
müsste ja auch farbiges Pulver haben.
Die Adresse ist:
Pulverfischer GmbH, Pyrotechnische Fabrik
Lindichstr. 20
72379 Hechingen / Weilheim
Tel. 07471 / 2713
Auch im Internet kann man verschiedene Händler für das Rauchpulver finden, die relativ preiswert sind.