|
Display-Reparatur
im Schulze |
![]() |
Nach vier sehr zuverlässigen Jahren, hat sich das Display im Ladegerät langsam verabschiedet. Es begann mit leichten Streifen, bis schließlich nur mehr ein Bruchteil des Textes zu sehen war.
Das Ladegerät jetzt in der Flugsaison einsenden, nein kommt nicht in Frage, schließlich will ich fliegen und kein Wochenende auslassen. Also, Ärmel hochgekrempelt und ran ans Werk.
Die folgende Beschreibung soll keinesfalls zur Nachahmung anregen. Nur wer Erfahrung in der Reparatur von elektronischen Geräten hat, kann sich an diese Aufgabe auf eigenes Risiko heranwagen. Alle anderen sollten die Finger davon lassen und das Gerät einsenden !
Ich habe in diversen Foren schon von ausgefallenen Displays (in Geräten verschiedener Hersteller) gelesen, daher interessiert die folgende Beschreibung sicher ein paar Bastler:
Benötigte Ersatzteile:
Best.Nr.: 183342 - 62
Zeichen-Format 16 x 2 Höhe mm 5,5 Abm. mm 84x44x10 Displayfläche mm 61x16 Preis (Stand July 2002): 13,55 €
Es handelt sich hier um sehr gebräuchliche Standarddisplays, die von vielen Herstellern angeboten werden.
Was war defekt ?
Diese LCD Displays funktionieren zwar alle gleich, aber es gibt sie in verschiedenen Fertigungsausführungen.
Beim Originaldisplay im Schulzelader ist die Elektronikplatine mit dem Display durch ein flexibles Leiterband verbunden, welches auf den Platinen aufgeklebt ist und so Kontakt macht. Diese Klebestelle hat sich bei meinem Display nach einigen Jahren gelöst, wodurch Teile des Displays ausgefallen sind.
Das Conrad-Display arbeitet mit Pressgummis. Ob diese zuverlässiger sind, weiß ich nicht. Jedenfalls passt es mechanisch optimal in den Schulzelader und daher wählte ich es als Ersatzteil aus.
Zerlegen des Gerätes:
Hier hilft nur eines: alle 14 Lötpunkte müssen gleichzeitig erhitzt werden damit man das Display ohne Kraftaufwand abziehen kann. Es gibt mehrere Methoden das zu machen, ich habe mich dafür entschieden, mit einem heißen 100W Lötkolben schnell über alle Lötpunkte zu fahren bis sie alle lose sind. Das klappt nur mit großer Hitze, daher der 100W Kolben, mit einem kleineren klappt das nicht ! Nach wenigen Sekunden war das Display abgenommen. Danach wurden die Lötstifte mit Entlötlize gereinigt (natürlich mit einem kleinen Lötkolben). Das Ergebnis war sehr sauber und einwandfrei.
Einbau des neuen Displays:
Einstellung des Kontrasts:
Zur Kontrasteinstellung muss dem Display auf Pin-3 eine bestimmte Spannung zugeführt werden. Leider ist diese Spannung bei Displays unterschiedlicher Hersteller nicht gleich. Wenn man das gerade eingebaute Display einschaltet, so sieht man nur schwarze Balken. Das kommt daher, weil diese Spannung nicht an das neue Display angepasst ist.
In meinem Schulze-Lader wird diese Spannung durch zwei Widerstände erzeugt.
Nach dem Abziehen der Schutzfolie vom Display und dem Zusammenbau des isl 430d war die Reparatur abgeschlossen und das Ladegerät ist für die nächsten Jahre gut gerüstet.
Bei dieser Gelegenheit muss ich betonen, dass das Schulze-Ladegerät einen sehr sauberen und technisch einwandfreien Aufbau hat. Nur dieser saubere und klare Aufbau hat die Reparatur ermöglicht.